Samstag, 13. Dezember 2008

Mit Ultraschall Arthrose heilen (Teil 2)

Was ist Ultraschall? Wie funktionieren die Methode? Schallwellen sind Schwingungen.

Das menschliche Gehör kann diese Schwingungen registrieren und wir "hören" dann. Liegen diese Schwingungen allerdings oberhalb unseres menschlichen Hörbereiches (16 Hertz bis maximal 20.000 Hertz im Alter von 2-5 Jahren), dann können wir diese mittels der Ohren nicht wahrnehmen. Der Ultraschall arbeitet im Frequenzberich von ca. 35 kHz und 1...10 GHz, kann also von unserem Gehör nicht wahrgenommen werden.
Wie verbreiten sich nun diese Schwingungen? Die Luft dämpft die Ausbreitung, in Flüssigkeiten (und der Mensch besteht bis zu 70 % aus Wasser) breitet sich Ultraschall dagegen bis zu einer bestimmten Intensität dämpfungsarm aus.

Die Ultraschall-Behandlung ist ein Teilbereich der Physikalischen Therapie bzw. der Elektrotherapie und beschreibt ein medizinisches Verfahren zur Schmerzlinderung und Unterstützung von Selbstheilungsprozessen mittels Ultraschall. Der Frequenzbereich der Ultraschalltherapie liegt zwischen 20 kHz und 800 kHz. Zur Behandlung wird ein Schallkopf gleichmäßig über die mit Kontaktgel bedeckte, erkrankte Stelle geführt, der Wärme und Gewebebewegung im Körperinneren erzeugen soll. Hierbei ist zwischen einer Behandlung mit Dauerschall und einer Behandlung mit Impulsschall zu unterscheiden.
Mit dem Schallkopf wird nun gleichmäßig und langsam über das zu behandelnde Areal gefahren. Wichtig hierbei ist das zu behandelnde Areal möglichst genau einzugrenzen, und pro Behandlungseinheit nicht mehr als drei Areale zu beschallen. Die Behandlungsdauer eines Areals liegt zwischen einer und zwei Minuten. Chronische Erkrankungen werden je nach Schweregrad bis zu zehn Minuten behandelt.
Die mechanische Wirkung ist eine Vibrationswirkung. Durch den Schalldruck kommt es im umliegenden Gewebe zu starken Kompressionen und Expansionen, was der Wirkung einer kräftigen Massage oder Bindegewebsmassage entspricht.
Die thermische Wirkung entsteht durch die Schallresorption körpereigenen Gewebes. Diese Wärmebildung kann durchaus therapeutisch genutzt werden, doch bietet sie auch Anlass zur Vorsicht. Die Haut resorbiert weitaus weniger Schall als die Knochenhaut, was selbst bei nur leichtem Wärmegefühl auf der Haut zu starken Verbrennungen des Periosts führen kann. Die Wärmebildung des Impulsschalls ist deutlich geringer als die des Dauerschalls, sodass bei lokaler Anwendung an Knochen ausschließlich der Impulsschall zum Einsatz kommt.
Unter die Kontraindikationen ("wer darf dies nicht anwenden") fallen strahlentherapeutisch behandelte Patienten, Blutgerinnungsstörungen (Hämophilie, Gerinnungshemmende Medikamente wie Heparin oder Marcoumar), Gefäßerkrankungen (Varizen, Thrombosen), akut fiebrige Erkrankungen, Tumore und Metastasen, sowie die Anwendung über Gelenkersätzen aus Polyäthylen.
Ich würde dies auch nicht bei Arteriosklerosen an dem lokalen Ort anwenden.

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