Samstag, 21. März 2009

Bundesverband Deutscher Versandapotheken fordert mehr Wettbewerb

... in der Apothekenlandschaft.

Dazu müssten die derzeit vorgeschriebenen Festpreise für verschreibungspflichtige Arzneimittel in Höchstpreise umgewandelt werden.

Zudem müsse es Versandapotheken ermöglicht werden, ihren Kunden die Zuzahlung zu erlassen.

Profitieren würden die unter Spardruck stehenden Krankenkassen und die Patienten, erklärte der BVDVA-Vorsitzende Christian am Mittwoch in Berlin.

Wie sich die Zeiten doch ändern. Erst waren die Versandapotheken in Deutschland verboten (s. Atikel über DocMorris). Dann hat DocMorris diesen Weg sich erstritten und nun machen alle fleißig mit.

Dann ersetzt DocMorris die Zuzahlung, wird vehement angegriffen ... und nun wollen die anderen ebenfalls mitziehen.

Nun wird an der Preisgestaltung gearbeitet. Zahlen wir in Deutschland doch die höchsten Arzeimittelpreise. Warum sollte das Präperat in einem anderen Land preiswerter sein? Eine mögliche Antwort könnte sein: "Bei uns ist die Qualität besser".

Der Kunde möchte jedoch preiswerter einkaufen und deswegen haben die Versandapotheken solch einen Zulauf. Allerdings sind damit auch einige Risiken verbunden (s. Artikel DocMorris)

Wenn die Medikamentepreise als Festpreise fallen, dann gibt es bald "Sonderangebote". Dann muß man viele Apotheken untereinander vergleichen um sich ein preiswertes Medikament zu beosrgen. Dann sind die Medikamente in den Städten vielleicht preiswerter (mehr Käufer) als im ländlichen Bereich - oder umgekehrt wegen der höheren Mieten.

Eine andere Möglichkeit wären auch sog. "Butterfahrten" zu preiswerten Apotheken. Ein Eintagesausflug mit Besichtigung von xxx und danach noch ein kurzer Einkauf in der Apotheke YYY.


Wir werden die Bestrebungen des BVDVA weiterverfolgen. (März 2009)

Kommentare:

Kranker Pfleger hat gesagt…

Was mir beim Versandhandel sehr sauer aufstösst ist die Tatsache, dass die Lagerbedingungen keineswegs kontrolliert werden. In einem Lieferwagen kann es schon einmal liebliche 70°C oder mehr bekommen, wie reagieren die Präparate darauf und wie verhält es sich in solchen Fällen mit der weiteren Haltbarkeit überhaupt? Stresstestungen werden im Labor unter kontrollierten Bedingungen üblicherweise nur bis 60°C gemacht. Die meisten Präparate verlieren bei "Überhitzung" an Wirksamkeit, die Prozentzahl ist nicht bekannt. Das Agio, das vorhanden sein muss, ist dazu gedacht dass beim Endverbraucher - also dem Patienten - dann keine genaue Temperaturkontrolle erfolgen muss. Nicht über 30°C lagern heisst eben, nicht über 30°C lagern. Wie heiss ist es in unseren Wohnungen wenn die Sonne so runterbrennt, in unserem Auto wenn wir auf Urlaub fahren? Was ist mit den Präparaten, die gekühlt aufbewahrt werden müssen beim Versand? Und wie lange wird da die vorgeschriebene Temperatur um welche Zeit wie sehr über- oder unterschritten? In meinen Augen ein relativ grosses Gefahrenpotential, über das sich noch niemand wirklich Gedanken gemacht hat.

Ute Clausius hat gesagt…

Ein richtig guter Gedanke. Schaut da wirklich keiner danach, wie die "Kühlkette" erhalten bleibt?

 
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