Sonntag, 29. März 2009

Organhandel - bald ein legales Geschäft?

In Singapur dürfen Organspender in Zukunft bezahlt werden. Gesundheitsminister Khaw Boon Wan will in den kommenden Monaten Richtlinien für die Höhe einer angemessenen Kompensation veröffentlichen, berichtete die Zeitung „Straits Times“.

„Damit könnte eine Hintertür für den Organhandel eröffnet werden“, meinte die Abgeordnete Sylvia Lim. Nach dem Gesetz können Organspender Ausgaben für Anreise, Aufenthalt, Haushaltshilfe, Kinderbetreuung, Einnahmeausfälle und künftige Behandlungskosten in Rechnung stellen."
Quelle: www.apotheke-adhoc. de

Warum ist dies für uns (BRD) so wichtig? "Die Zahl Organspenden ist 2008 erstmals seit Jahren deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) lang sie unter 15 Spender pro einer Million Einwohner. Spenderorgane sind damit trotz grundsätzlich großer Spendebereitschaft in Deutschland Mangelware – in höherem Maß als in anderen EU-Ländern. Jeden Tag sterben im Schnitt drei Menschen, die auf der Warteliste sind." ... "Die Kliniken sind verpflichtet, Hirntote als Organspender zu melden, aber sie tun es zu selten."

"Vor allem hinsichtlich der Nieren, bei denen wegen paarweiser Anlage Lebendspenden möglich sind, wird verstärkt über eine Aufweichung des Tabus einer Kommerzialisierung debattiert."

In Österreich gilt die gültige Widerspruchsregelung: Jeder ist hier ein potenzieller Organspender – außer der Gestorbene hat einen ausdrücklichen Einspruch hinterlassen oder seine Angehörigen sind dagegen.

In Deutschland stößt diese Forderung bei Ministerin Schmidt auf taube Ohren. Sie findet, "dass der Mensch selbst entscheiden muss".

Quelle: www.apotheke-adhoc. de

Nach einer Umfrage im Auftrag des Wort & Bild Verlags sind in Deutschland eigentlich 68 Prozent der Einwohner bereit, nach dem Tod Organe zu spenden. Nur rund 16 Prozent - etwa 10 Millionen - haben aber einen Spendeausweis.



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