Sonntag, 5. April 2009

Zusammenspiel von Ernährung und Medikamenten

Gesund ernähren und gleichzeitig Medikamente einnehmen kann gefährlich werden.

Welche geheimen Wirkungen hat die Grapefruit?

Grapefruits können beim Abnehmen helfen und möglicherweise sogar Diabetes vorbeugen. Die bitter-sauren Früchte kurbeln den Zuckerstoffwechsel an, vermuten amerikanische Mediziner. In einer Pilotstudie fanden die Wissenschaftler heraus, dass Probanden besser abnehmen, wenn sie regelmässig Grapefruits essen. Das berichtet die Zeitschrift Chemistry & Industry Magazine (Ausgabe vom 2. Februar, S. 8).

weiter heißt es:

Die Teilnehmer aus der Grapefruit-Gruppe hatten nach den Mahlzeiten ausserdem weniger Insulin und weniger Glukose im Blut. Das lege nahe, dass der Zuckerstoffwechsel nach dem Konsum der Zitrusfrüchte effizienter funktioniere, was den Gewichtsverlust unterstütze, sagen die Mediziner. Je effektiver Zucker verarbeitet werden, desto weniger speichert der Körper davon in Form von Fett. Geringe Insulinwerte nach einer Mahlzeit weisen auf einen effizienten Zuckerstoffwechsel hin. Ausserdem reduziert ein niedrigerer Insulinspiegel das Risiko für Diabetes und Schlaganfälle.


Aber Vorsicht!
Grapefruits: das Blockade-Obst


Sie blockieren ein Schlüsselprotein, das normalerweise das Östrogen zerlegt. Aber: Das östrogenhaltige Verhütungsmittel erhöht das Risiko für Blutgerinnsel.

Die Flavonoide der Grapefruit (auch Pomelo, Bitterorange) können die Konzentration von Medikamenten im Körper erhöhen. Gefährdet sind Menschen, die Mittel gegen Bluthochdruck, Cholesterin und Erektionsstörungen einnehmen.


Folgendes habe ich auf apotheken. de gefunden:

"Grapefruitsaft kann Enzyme (intestinale Enzym CYP3A) hemmen, die im Körper für den Abbau von vielen Arzneistoffen verantwortlich sind. Auf diesem Weg können Grapefruits die Wirkung verschiedener Arzneimittel verstärken und zu vermehrten Nebenwirkungen führen. Betroffen davon können häufig verordnete Medikamente gegen Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Fettstoffwechselstörungen und andere chronische Erkrankungen sein. "
Achtung: Bei Orangensaft hingegen wurden bislang keine vergleichbaren Wechselwirkungen beobachtet.


Bitte in der Apotheke immer erst nachfragen, ob es Wechselwirkungen mit speziellen Lebenmitteln (Grapefruit etc.) gibt.

Das Institut für Präventive Medizin http://www.ipm-praevention.de/ipm2001_1.shtml teilt mit: Ein Zusammenhang wurde nachgewiesen für Calcium-Antagonisten, alsoMedikamente gegen zu hohen Blutdruck. Der Effekt trat dann auf, wenn die Tabletten zusammen mit Grapefruitsaft eingenommen wurden. Einerseitswird durch die gleichzeitige Einnahme der Abbau der Medikamente gehemmt, was die Wirkung der Calzium-Antagonisten verstärkt: Dies hat eine stärkere Wirkung auf den Blutdruck zur Folge und kann positiv sein, es kann aber auch gefährlich werden, wenn der Blutdruck zu tief abfällt. Andererseits verstärkt das gleichzeitige Trinken von Grapefruitsaft auch die Aufnahme der Medikamente im Darm. Dieser Effekt ist individuell sehr verschieden.


Welche Nebenwirkungen sind möglich? Bei Calcium-Antagonisten kann der Kopf mitunter ungewöhnlich rot werden. Oder es gibt einen beschleunigten Herzschlag. Es kann auch zu einem rapiden Abfall des Blutdruckes kommen, nicht zuletzt mit der Folge vonKopfschmerzen und Schwindel. Die Konsequenz ist so einfach wie klar: Wer diese Medikamente regelmäßig einnehmen muß, sollte dies nicht ausgerechnet mit dem Saft der Grapefruit tun.



weitere Wirkungen von Lebensmitteln:

- Lakritze blockiert ein Rheumamittel
- Milch schränkt die Wirkung von Antibiotika ein
- Müsli schaltet Aspirin aus
- Spinat und Spargel minimieren den Effekt von Blutverdünnern
- Knoblauch verstärkt den Effekt von Blutverdünnern




Also Vorsicht bei allen Diäten, die diese Lebensmittel als Basis haben.


Quelle: berlinonline. de



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