Montag, 1. Juni 2009

Mit Brokkoli gegen Magenkrebs

Hat der Körper Möglichkeiten selber mit schweren Krankheiten fertig zu werden? Welche Hilfsmittel verwendet er? Eines davon ist die Nahrung.

Eine in der amerikanischen Fachzeitschrift Oncology Report im Dezember 2003 verröffentliche Studie ergab, dass Sulforaphan krankhaftes Zellwachstum stoppen und Apoptose (Selbstzerstörung von abnormalen Zellen) sowohl bei Blutzellen (Leukämie) als auch Melanomen (bösartigen Hautzellen) auslösen konnte. 2006 folgte ein Artikel in der Fachzeitschrift "Carcinogenesis" über eine Studie der Rutgers Universität, die nahelegt, dass Sulforopham Schutzmechanismen bei genetisch bedingtem Dickdarm-Krebs-Risiko aktivieren kann. Außerdem hat es sich als wirkungsvolles Mittel gegen das Magenkrebsbakterium Helicobacter pylori erwiesen.

Wo findet man nun das Sulforaphan in der Ernährung? Es befindet sich im "Wintergemüse" der Familie der Kreuszblütengewächse. Dazu gehört das heute so beliebte Gemüse des Brokkolie. Ebenfalls ist es in den verschiedenen Kohlsorten wie Weiß-, Rot-, Grün- und Blumenkohl, aber auch Kohlrabi, Radieschen, Senf, Meerrettich und Kresse enthalten. Den größen Anteil an Sulforaphan findet man in 3 Tage alten Brokkoloei-Sprossen. "Ein Löffel Brokkoli-Sprossen enthält soviel Sulforaphan wie ein Pfund Brokkoli-Gemüse."

Wie wirkt Sulforaphan? Forscher fanden heraus, daß Krebszellen (der menschlichen Brust), die mit Sulforaphan behandelt worden war, ihr Wachstum innerhalb weniger Stunden einstellten. Sulforaphan scheint in den Zellzyklus einzugreifen und diesen bei tumorigen Zellen zu unterbinden.

Unter diesem Aspekt der präventieven bzw. therapeutischen Wirkungsweise des Kohls könnte manch einer seienen Speseplan leicht umstellen. Es gibt viel mehr als nur "Sauerkraut mit Eisbein".








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